• Italiano
  • Deutsch
  • English
  • Sätze nach Drahtverlängerung

    Standard-Toleranzen (siehe auch Produkte -> Ziehsteine aus ND -> Techn. Spez.) basieren auf der Überlegung, dass in Relation zu der theoretischen Drahtverlängerung

    1 % Abweichung beim Durchmesser oder
    2 % Abweichung bei der Drahtverlängerung

    „toleriert“ werden kann. Entweder durch Schlupf des Drahtes an den Ziehkoni oder durch die „gutmütige Natur“ des Zug-Materials.

    Unter ungünstigen Bedingungen kann dies jedoch zu einer Abweichung von bis zu 5 % bei der Drahtverlängerung führen. Im Durchmesserbereich unter 0,1 mm und mit Mehrfach-Zug-Maschinen ist dies nicht präzise genug. Es kann zu Drahtbruch und „Wuhling“ kommen.

    Um dies zu verhindern wenden wir bei REDIES 3 verschiedene Herstellungsmethoden an um Ziehsätze zu fertigen:


    1. Drahtverlängerung (konventionelle Methode)

    Sätze werden mit höchsten +/- 1% Abweichung bei der Drahtverlängerung gefertigt (bzw. aufpoliert).
    Beginnend beim größten Durchmesser werden die Werkzeuge einzeln, nacheinander „in die Toleranz“ poliert. Die Drahtverlängerung wird wiederholt mit einer Drahtverlängerungs-Messapparatur kontrolliert.


    Messen der Drahtverlängerung

    Diese Methode ist zwar sehr präzise aber zeitaufwändig und daher kostspieliger.

     

    2. Methode der halben Standard-Toleranz

    Durch Wiegen (Schneiden einer bestimmten Länge von Wo- oder Cu-Draht) oder messen mit einem Lasermikrometer ist es möglich die Standard Toleranz um 50 % zu verringern.
    Sätze nach Drahtverlängerung


    Ziehsteine können in Gruppen gefertigt werden. Diese Methode ist weniger zeitintensiv als die konventionelle Drahtverlängerung Methode aber fast genauso verlässlich.

    3. REDIES Matrix Methode

    Insbesondere angewendet bei der Fertigung oder Reparatur von Sätzen für Mehrfach-Drahtzugmaschinen.

    Zunächst werden die Ziehsteine mittels der Methode der halben Standard-Toleranz in den niedrigeren Toleranzbereich gefertigt, bzw. aufpoliert.

    Danach werden die Ziehsteine wie folgt sortiert:

    Endsteine werden horizontal mit dem kleinsten Ist-Maß beginnend nach links…
    dem größten Ist-Maß nach rechts.

    Als nächstes kommt das nächst höhere Nenn-Maß, wieder beginnend mit dem kleinsten Ist-Maß auf der linken Seite…

    Wenn alle Ziehsteine so gefertigt und in die Matrix „gelegt“ sind, werden die Sätze aus den Vertikalen zusammengestellt.

    Folglich bedeuten mehr Ziehsteinsätze weniger Abweichung von der theoretischen Drahtverlängerung in einem Satz.
    Kleine Änderungen nach der Messung der Drahtverlängerung können einfach durchgeführt werden.

    Ziehsteinsätze werden mit Meßprotokoll geliefert.



    Stand 09.2018

    News
    24/05/2019

     
    Wire2018